Was ist ein QR-Code?
Ein QR-Code (Quick Response Code) ist ein zweidimensionaler Barcode, der Informationen in einem quadratischen Muster aus schwarzen und weißen Modulen speichert. Er wurde 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt – ursprünglich für die Automobilindustrie.
Geschichte des QR-Codes
Die Entwicklung begann, weil herkömmliche Barcodes nur begrenzt Daten speichern konnten. Masahiro Hara und sein Team bei Denso Wave schufen einen Code, der bis zu 7.089 Ziffern oder 4.296 alphanumerische Zeichen speichern kann – ein enormer Fortschritt gegenüber dem klassischen Strichcode.
Denso Wave entschied sich, den Standard offen zu lassen und keine Lizenzgebühren zu erheben. Diese Entscheidung war maßgeblich für die weltweite Verbreitung des QR-Codes.
Aufbau eines QR-Codes
Ein QR-Code besteht aus mehreren funktionalen Bereichen:
- Finder-Pattern: Die drei großen Quadrate in den Ecken ermöglichen es Scannern, den Code schnell zu erkennen und seine Ausrichtung zu bestimmen.
- Alignment-Pattern: Kleinere Quadrate, die bei größeren Codes die Perspektivkorrektur unterstützen.
- Timing-Pattern: Abwechselnde Module zwischen den Finder-Patterns, die die Rasterkoordinaten definieren.
- Datenbereich: Der eigentliche Inhalt, kodiert in Modulen (schwarz = 1, weiß = 0).
- Fehlerkorrektur: Redundante Daten nach dem Reed-Solomon-Verfahren, die beschädigte Codes noch lesbar machen.
Fehlerkorrektur-Level
QR-Codes verfügen über vier Stufen der Fehlerkorrektur:
- L (Low): ~7% der Daten können wiederhergestellt werden
- M (Medium): ~15% – der empfohlene Standard
- Q (Quartile): ~25%
- H (High): ~30% – ideal wenn ein Logo eingebettet werden soll
Wie funktioniert das Scannen?
Moderne Smartphones erkennen QR-Codes direkt über die Kamera-App. Der Prozess läuft in Sekundenbruchteilen ab:
- Die Kamera erkennt die Finder-Pattern und bestimmt Position und Ausrichtung
- Das Raster wird analysiert und die Module werden als Bits interpretiert
- Die Fehlerkorrektur repariert eventuelle Lesefehler
- Die dekodierten Daten werden als URL, Text, vCard etc. interpretiert
Vorteile gegenüber klassischen Barcodes
- Deutlich höhere Datenkapazität
- Lesbar aus jedem Winkel (360°)
- Integrierte Fehlerkorrektur
- Kompakte Größe bei hoher Informationsdichte
- Kostenlos nutzbar (kein Patent, offener Standard)
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